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Wenn hohe Löhne auf Unbeliebtheit treffen: Die bestbezahlten Jobs, die kaum jemand will

12. April 2026

Unbeliebte Berufe bringen oft überraschend hohe Gehälter

Stand 8. April 2026 — Auf dem deutschen Arbeitsmarkt finden sich Berufe, die auf den ersten Blick unattraktiv wirken, in der Vergütung aber deutlich über dem Durchschnitt liegen. Gründe sind körperliche oder psychische Belastung, unregelmäßige Arbeitszeiten oder der geringe Nachwuchs. Wir haben die Profile einiger typischer Vertreter zusammengefasst und erklären, warum diese Tätigkeiten trotz guter Bezahlung so schwer zu besetzen sind.

  • Bestatter:in — Tragende Rolle, hohe emotionale Belastung

    Bestatter:innen organisieren Abschiede, übernehmen Beratung und praktische Aufgaben rund um Beerdigungen. Die Arbeit verlangt psychische Stabilität und Empathie. Entlohnungsspannen reichen laut Angaben bis zu etwa 44 000 Euro brutto jährlich, das durchschnittliche Jahresgehalt liegt niedriger.

  • Service-Mitarbeiter:in in der Gastronomie — Schichtarbeit trifft Gästeansprüche

    Arbeiten, wenn andere frei haben, Hektik, schweres Tragen und direkter Kundenkontakt machen den Job unattraktiv. Gleichzeitig fehlen Fachkräfte, sodass Spitzengehälter in Einzelfällen bis rund 42 200 Euro erreicht werden können. Vieles hängt von Einsatzzeiten und Vertragsgestaltung ab.

  • Pfarrer:in — lange Ausbildung, hohe Verantwortung

    Kirchliche Vertreter:innen leisten nicht nur seelsorgerische Arbeit, sie übernehmen auch organisatorische Aufgaben. Die Ausbildungszeit ist lang, der Nachwuchs knapp. Jahresgehälter können in Spitzenpositionen nahezu sechsstellig erscheinen, das Einstiegsgehalt liegt deutlich darunter.

  • Metzger:in — körperlich anspruchsvoll, gesellschaftlicher Wandel

    Das traditionelle Handwerk erfordert Kraft und Arbeit unter herausfordernden Bedingungen. Rückläufige Nachfrage nach Fleisch in Teilen der Bevölkerung sowie harte Arbeitsbedingungen reduzieren Bewerberzahlen, gleichzeitig sind bessere Bezahlungen möglich, je nach Betrieb und Spezialisierung.

  • Abschlepper:in — technische Kompetenz bei oft unangenehmen Einsätzen

    Abschlepper:innen räumen Straßen, bergen Pannenfahrzeuge und handeln oft unter Zeitdruck. Der Job ist kein klassischer Ausbildungsberuf, Quereinstiege sind üblich. Mit Erfahrung lassen sich deutlich höhere Jahresgehälter erzielen.

  • Fernseh-Planer:in — Traditionsberuf unter Digitaldruck

    Die Planung von linearen TV-Programmen ist noch vorhanden, verliert allerdings an Zukunftssicherheit durch Streaming und On-Demand. In etablierten Senderstrukturen sind die Honorare attraktiv, die langfristige Perspektive ist jedoch unsicher.

Fazit: Hohe Bezahlung kompensiert nicht automatisch Unbeliebtheit oder Belastung. Wer eine sinnerfüllte, stabile oder komfortable Arbeitsumgebung sucht, trifft andere Prioritäten als jemand, der primär auf Gehalt achtet. Für Arbeitgeber bedeutet die Lage: bessere Arbeitsbedingungen, Weiterbildung und Recruiting-Strategien sind nötig, um vakante Stellen zu besetzen.

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