Karsten Kühn: Serienurgestein und Geschäftsführer — Schauspielerei bleibt Nebenjob
Schauspielerei als Nebenjob: Karsten Kühn verbindet Set und Firmenleitung
Seit den Anfängen der ARD-Serie ist Karsten Kühn ein vertrautes Gesicht im deutschen Fernsehen. Der 1989 in Leipzig geborene Schauspieler steht seit seinem neunten Lebensjahr als Jakob Heilmann vor der Kamera und wuchs praktisch in der Sachsenklinik auf. Trotz der langjährigen TV-Präsenz entschied er sich bewusst gegen eine rein künstlerische Laufbahn.
Nach dem Abitur in Wurzen zog Kühn die akademische Laufbahn einem Vollzeitdasein als Schauspieler vor. Ab 2011 studierte er Wirtschaftsingenieurwesen an der Technischen Universität Freiberg und machte damit den Weg frei für eine zweite berufliche Säule. Heute ist er Geschäftsführer in einem mittelständischen Maschinenbauunternehmen und teilt seine Zeit zwischen Büro und Drehplan.
Karsten Kühn bleibt der Serie treu: Rund 20 Drehtage jährlich sind fest eingeplant, so dass seine Rolle des Jakob Heilmann weiterlebt, ohne dass die Leitungstätigkeit darunter leidet. Der Balanceakt zwischen Kamera und Firmenalltag sei bewusst gewählt und ermögliche ihm ein Leben mit zwei verlässlichen Ankern.
Sein Alltag als Kinderdarsteller prägte ihn: Schulstunden wurden mit Dreharbeiten kombiniert, Hausaufgaben entstanden zwischen Szenen, und statt sommerlicher Freizeit standen häufig Drehs an. Diese frühen Jahre hinterließen deutliche Spuren, machen ihn heute aber ebenso routiniert wie reflektiert.
Privat bleibt Kühn zurückhaltend. Über Beziehungen und das Leben abseits der Kamera schweigt er weitgehend, betont aber die Verbundenheit mit den Kolleginnen und Kollegen am Set. Die Schauspielerei bezeichnet er selbst als etwas, das er gern und gut mache, ohne dass daraus eine bedingungslose Leidenschaft zum alleinigen Lebensziel geworden sei.
Für die Fans bedeutet das: Jakob Heilmann wird weiterhin Teil der Serie bleiben, weil Kühn die Rolle als festen Bestandteil seines Lebens akzeptiert hat. Der Schauspieler hat seine Prioritäten klar gesetzt und zeigt, dass sich Karrierewege in Deutschland auch jenseits des Rampenlichts erfolgreich verzahnen lassen.
Leipzig, April 2026

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