Karsten Kühn: Zwischen Sachsenklinik und Maschinenhalle
Karsten Kühn verbindet Serienrolle und Maschinenbau
Seit den Anfängen der ARD-Serie In aller Freundschaft ist Karsten Kühn ein bekanntes Gesicht im deutschen Fernsehen. Doch Schauspielerei ist für den 36-Jährigen längst nicht mehr sein einziger Beruf. Kühn hat seinen Weg bewusst so gewählt, dass Platz bleibt für ein zweites Leben abseits der Kamera.
Geboren wurde Kühn am 13. März 1989 in Leipzig. Bereits mit neun Jahren stand er 1998 zum ersten Mal vor der Kamera und wuchs im Laufe der Jahre mit seiner Figur Jakob Heilmann in der Sachsenklinik auf. Aus dem Kinderdarsteller wurde ein beständiges Seriengesicht, das über zwei Jahrzehnte hinweg Teil zahlreicher Handlungsbögen war.
Parallel zum Drehen absolvierte Kühn sein Abitur in Wurzen und meisterte den Spagat zwischen Schule und Set. Er berichtet, dass Hausaufgaben oft in den Wartezeiten zwischen den Szenen erledigt wurden und dass Sommertage am See manchmal gegen Dreharbeiten angetreten werden mussten. Die lange Zusammenarbeit mit Kollegen hat für ihn inzwischen familiären Charakter.
Bewusste Entscheidung gegen Vollzeit-Schauspiel
Entscheidend für seinen weiteren Weg war ein Studienbeginn: Ab 2011 studierte Kühn Wirtschaftsingenieurwesen an der Technischen Universität Freiberg. Der Abschluss ebnete den Weg in die Wirtschaft, heute ist er Geschäftsführer einer Maschinenbaufirma. Die Schauspielerei betreibt er weiter, jedoch reduziert auf rund 20 Drehtage pro Jahr, ein bewusst gewähltes Gleichgewicht zwischen Leidenschaft und beruflicher Stabilität.
Über seine Motive sagt Kühn offen, dass ihm die bedingungslose Leidenschaft für die Schauspielerei fehle, obwohl er die Arbeit am Set sehr schätze. «Es ist immer schön, wenn ich ans Set komme und die langjährigen Kollegen wiedertreffe», sagt er. Gleichzeitig schätzt er die Verlässlichkeit und Verantwortung, die sein Job als Geschäftsführer mit sich bringt.
Privatsphäre und Ausblick
Privat hält sich Kühn zurück; Details zu seinem Liebesleben oder Freizeitinteressen bleiben weitgehend anonym. Beruflich jedoch scheint die Balance aufgegangen: Eine feste Rolle in einer Erfolgsserie und die Leitung eines Unternehmens schließen sich für ihn nicht aus. Sein Wunsch ist schlicht: die Verbindung beider Lebensbereiche so lange wie möglich fortzuführen.
Karsten Kühn steht damit beispielhaft für eine Generation von Darstellern, die Schauspielerei nicht als alleiniges Berufsmodell sieht, sondern als Teil eines vielschichtigen Lebensentwurfs.

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