Kurz vor Schulstart fehlen 349 Lehrkräfte österreichweit
Kurz vor Schulstart fehlen 349 Lehrkräfte österreichweit
Wien — Nur wenige Tage vor dem Beginn des neuen Schuljahrs sind die meisten Unterrichtsstellen zwar besetzt, doch in ganz Österreich klafft weiterhin eine Lücke: Laut Bildungsministerium fehlen noch 349 Lehrende. Besonders in Vorarlberg beschreibt das Ministerium die Lage als herausfordernd, während in Wien und dem Burgenland alle ausgeschriebenen Stellen besetzt werden konnten.
Im April waren zu Beginn der Suche für das Schuljahr 2026/2027 rund 6 500 Stellen mit insgesamt 96 891 Stunden ausgeschrieben, das entspricht etwa 4 404 Vollzeitäquivalenten. Über den Sommer stieg der Bedarf deutlich an — vor allem durch Krankenstände, Karenzen und Versetzungen — auf 136 300 Stunden beziehungsweise rund 6 200 Vollzeitäquivalente.
Die Zahlen bedeuten für Schulleitungen und Familien, dass kurzfristig organisiert werden muss: Vertretungen, Stundenverschiebungen oder mobile Lehrkräfte können Lücken schließen, doch diese Lösungen sind nicht immer ideal für einen stabilen Unterrichtsbetrieb. Fächer wie Mathematik an der Sekundarstufe bleiben vergleichsweise gute Berufsaussichten, trotzdem finden sich nicht überall ausreichend Bewerberinnen und Bewerber.
Das Bildungsministerium betont, dass die Mehrheit der Stellen besetzt sei, sieht aber regionalen Handlungsbedarf. In den kommenden Wochen gilt es für die Behörden und Schulen, flexible Lösungsmodelle zu finden, damit Schülerinnen und Schüler zum Schulstart verlässlichen Unterricht erhalten.