Koralmbahn eröffnet Quereinsteigern Perspektiven: Wie Westbahn-Crews in Kärnten neue Jobs finden
Dutzende Pendler wechseln die Spur und finden auf der Koralmbahn neue Arbeit
Klagenfurt – Die Eröffnung der Südstrecke hat für viele Pendlerinnen und Pendler eine unerwartete Chance geschaffen: Rund 50 Menschen aus Kärnten haben bei der Westbahn eine neue Anstellung gefunden und arbeiten nun auf dem rollenden Arbeitsplatz Hochgeschwindigkeitszug.
Die Krone begleitete eine Crew auf einer Fahrt, die zwischen Routine und Pioniergeist verläuft. Im Gastroabteil bereitet Stewardess Daniela kurz nach der Abfahrt in Klagenfurt mit einem Lächeln Kaffee für Fahrgäste zu. Für sie und ihre Kolleginnen und Kollegen bedeutet der Dienst weit mehr als Servieren: Sicherheitskontrollen, Beratung, schneller Kundenservice und die ständige Anpassung an einen Betrieb, der mit bis zu 250 kmh unterwegs ist.
Viele der neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger, die zuvor in anderen Branchen tätig waren. Die Westbahn setzt nach eigenen Angaben auf gezielte Schulungen und praktische Einsätze an Bord, damit die Umstellung vom stationären Arbeitsplatz ins rollende Team gelingt. Für die Betroffenen eröffnen sich dadurch verlässliche Arbeitszeiten, ein sicheres Einkommen und ein ungewöhnlicher Arbeitsalltag mit Perspektive.
Die Reaktionen aus der Region sind vielschichtig: Für Pendlerinnen und Pendler bringt die Koralmbahn deutlich verkürzte Reisezeiten, für die lokale Wirtschaft entstehen neue Servicejobs entlang der Strecke. Mitarbeiterinnen wie Claudia, die seit der ersten Fahrt auf der Südstrecke mit an Bord sind, schildern den Stolz, Teil eines neuen Verkehrsprojekts zu sein und gleichzeitig einen Neustart im Berufsleben geschafft zu haben.
Die neue Route verändert nicht nur Mobilität, sie verändert auch Lebensläufe. Für zahlreiche Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger in Kärnten ist die Koralmbahn der Beschleuniger Richtung beruflicher Neuorientierung.